Patente & Erfindungen

Probleme erkennen, Lösungen entwickeln und Ideen schützen

Viele meiner Ideen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern direkt in der Praxis. Meist beginnt es mit einer einfachen Frage: Warum machen wir etwas noch immer so – und wie könnte es besser funktionieren?

Ich sehe Probleme selten nur als Hindernis. Mich interessiert, welche technischen, digitalen oder organisatorischen Möglichkeiten sich miteinander verbinden lassen, um daraus eine funktionierende Lösung zu entwickeln. Genau aus dieser Denkweise sind inzwischen mehrere Erfindungen und Schutzrechtsverfahren entstanden.

Mein bisheriger Weg umfasst zwei erteilte österreichische Patente, ein registriertes Gebrauchsmuster und zwei laufende Patentanmeldungen. Die Themen reichen von Kompostierung und Abfallwirtschaft über künstliche Intelligenz und autonome Robotik bis zur digitalen Straßeninfrastruktur.

Autonome Navigation in Kompostieranlagen

Bei der maschinellen Bearbeitung von Kompostmieten herrschen schwierige Bedingungen. Staub, schlechte Sicht und große Maschinen erschweren eine präzise Navigation innerhalb der Anlage.

Meine Erfindung beschreibt ein Verfahren, mit dem die Position eines Umsetzgerätes innerhalb einer Halle laufend bestimmt werden kann. Dadurch kann der Fahrer entlang einer vorgegebenen Route unterstützt werden. Gleichzeitig bildet die Technologie eine Grundlage für den autonomen Betrieb solcher Maschinen.

Für dieses Verfahren wurde 2024 ein österreichisches Patent erteilt.

Autonome Müllabholung

Eine weitere Idee entstand aus der Verbindung von Füllstandsensorik, LoRaWAN und autonomer Robotik.

Das entwickelte System erkennt, wenn ein öffentlicher Abfallbehälter einen definierten Füllstand erreicht. Anschließend kann ein autonomes Fahrzeug selbstständig einen leeren Behälter aufnehmen, zum betreffenden Standort fahren, den vollen Behälter austauschen und diesen zurück zu einer Basisstation transportieren.

Dabei werden Sensorik, Datenplattform, Navigation, Greiftechnik und Sicherheitsfunktionen zu einem durchgängigen System verbunden. Die Lösung wurde 2024 als österreichisches Gebrauchsmuster registriert.

Künstliche Intelligenz für die Abfallklassifizierung

Abfalltrennung ist regional unterschiedlich geregelt. Ein bestimmter Gegenstand kann abhängig vom Standort einer anderen Abfallkategorie zugeordnet werden.

Gemeinsam mit René Heinzl entwickelte ich deshalb ein computerimplementiertes Verfahren, das Abfallobjekte mithilfe von Bilderkennung und künstlicher Intelligenz identifiziert. Zusätzlich berücksichtigt das System den geografischen Standort und die dort geltenden Entsorgungsregeln.

Die Idee verbindet somit Objekterkennung, Standortdaten und regionale Abfallvorgaben. Das Verfahren befindet sich derzeit in Österreich sowie auf europäischer und US-amerikanischer Ebene im Patentprozess.

Fahrbahnschäden erkennen und automatisiert reparieren

Bei dieser Erfindung geht es um die durchgängige Digitalisierung der Straßenerhaltung.

Ein mobiles Detektionsgerät erfasst Fahrbahnschäden mithilfe von Kameras und weiteren Sensoren. Die aufgenommenen Informationen können anschließend an eine automatisierte beziehungsweise robotische Reparatureinheit übergeben werden.

Die Idee endet damit nicht bei der digitalen Dokumentation eines Schadens. Sie verbindet Erkennung, Bewertung, Positionierung und Reparatur zu einem gemeinsamen Prozess. Die österreichische Patentanmeldung befindet sich derzeit noch in Prüfung.

Roadeye – der intelligente Leitpfosten

Mit Roadeye entstand aus einem seit Jahrzehnten nahezu unveränderten Straßenleitpfosten eine smarte und energieautarke Sensoreinheit.

Der Leitpfosten kann unterschiedliche Umwelt- und Straßenzustandsdaten erfassen und an eine zentrale Plattform übertragen. Dazu gehören je nach Ausstattung unter anderem Fahrbahn- und Lufttemperatur, Feuchtigkeit, Niederschlag, Schneehöhe oder der optisch erkannte Zustand der Fahrbahn.

Damit entstehen neue Möglichkeiten für Winterdienst, Straßenerhaltung, Wetterbeobachtung und die frühzeitige Erkennung kritischer Situationen. Für den intelligenten Leitpfosten wurde 2026 ein österreichisches Patent erteilt.

Von der Idee zum Schutzrecht

Eine gute Idee alleine reicht für ein Patent nicht aus. Die Herausforderung besteht darin, ein praktisches Problem in eine klar beschreibbare technische Lösung zu übersetzen und den wirklich neuen Kern der Erfindung herauszuarbeiten.

Durch meine bisherigen Verfahren kenne ich die wesentlichen Schritte dieses Prozesses:

  • technische Idee und Anwendungsfall strukturieren

  • bestehende Lösungen und Schutzrechte berücksichtigen

  • den erfinderischen Kern nachvollziehbar formulieren

  • technische Zeichnungen und Ausführungsvarianten erarbeiten

  • mit Patentanwälten und Entwicklungspartnern zusammenarbeiten

  • Rückfragen und Prüfungsverfahren begleiten

  • aus dem Schutzrecht ein reales Produkt oder Geschäftsmodell entwickeln

Gleichzeitig habe ich ein belastbares Netzwerk aus Patentanwälten, Software- und Hardwareentwicklern, Sensorik- und KI-Spezialisten, Industriepartnern sowie öffentlichen Auftraggebern aufgebaut. Abhängig von der jeweiligen Aufgabenstellung kann ich dadurch gezielt jene Menschen zusammenbringen, die für die Umsetzung einer Idee benötigt werden.

Erfinden bedeutet für mich, Verantwortung für eine Idee zu übernehmen

Ein Patent ist für mich keine Trophäe und auch kein Selbstzweck. Es dokumentiert, dass aus einer Beobachtung ein technisch nachvollziehbarer Lösungsweg entstanden ist.

Meine Stärke liegt darin, Probleme aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, Technologien miteinander zu verbinden und aus einer ersten Idee ein greifbares Konzept zu entwickeln. Dazu gehört auch, geeignete Partner einzubinden, Prototypen zu bauen, Lösungen unter realen Bedingungen zu testen und den gesamten Weg bis zum Schutzrecht und zum marktfähigen Produkt zu begleiten.

Denn eine Erfindung wird erst dann wirklich wertvoll, wenn sie ein konkretes Problem löst.